Ausnahmegenehmigungen zur Futternutzung

Veröffentlicht am: 03.08.2018

Aufgrund der anhaltenden Trockenperiode und der damit verbunden Futterknappheit plant die Bundesregierung, ökologische Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten für die Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke zuzulassen. Die hierfür erforderlichen Rechtsänderungen sollen nach der Bundesratssitzung am 21. September 2018 in Kraft treten.

Die bisherige Regelung sieht vor, dass ökologische Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten vom 1. Oktober bis einschließlich 14. Januar bestellt sein müssen. Mit der Neuregelung, die nur für das Jahr 2018 vorgesehen ist, soll dieser Zeitraum zum einen auf 8 Wochen verkürzt und zum anderen betriebsindividuell festgelegt werden. Der betriebsindividuelle Zeitraum beginnt dabei nicht an einem für alle Landwirte gleichen Tag, sondern mit dem Ablauf des letzten Tages, an dem die Aussaat der Zwischenfrüchte auf den Vorrangflächen des jeweiligen Betriebs erfolgt ist. Bei mehreren Aussaatterminen gilt der Termin nach der letzten Aussaat. Diese Ausnahmeregelung wird bei Inkrafttreten nach derzeitigem Stand auch für den Landkreis Birkenfeld angeboten werden.

Unabhängig vom Inkrafttreten der geplanten Regelung wird Betriebsinhabern, die von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch machen wollen, dringend empfohlen, bereits jetzt schon Folgendes zu beachten/zu veranlassen:

  • Unverzügliche schriftliche Anzeige des (letzten) Aussaattermins der Zwischenfrüchte auf Vorrangflächen unter Benennung der Schläge bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde und
  • Beschaffung hinreichender Belege der Aussaat (Fotos mit automatisch erzeugter Orts- und Datumsanzeige von den bestellten Flächen, Rechnungen von Lohnunternehmern, aus denen das Datum der Aussaat und die betreffenden Schläge ersichtlich sind, usw.). Findet die Beweidung oder Schnittnutzung für Futterzwecke durch oder für Dritte statt, sind ebenfalls entsprechende Belege erforderlich.

Achtung: Alle Belege sind spätestens mit Einreichung des Antragsformulars vorzulegen. Erforderliche Formulare zur eigentlichen Antragstellung werden in Kürze bereitgestellt. Weitergehende Informationen können im Bedarfsfall bei der Kreisverwaltung Birkenfeld unter den Telefonnummern 06782/15811 (Volker Röhrig), 15812 (Peter Keller) und 15813 (Damaris Schmidt) angefordert werden.