Futternutzung wegen Extremwetterschäden in der Landwirtschaft

Autor: Abt. 8
Veröffentlicht am: 02.07.2018

Landwirte, die im Rahmen der Beantragung von Direktzahlungen zur Bereitstellung von ÖVF betreffend des Greening verpflichtet sind, dürfen ab dem 16.Juli 2018 in bestimmten Regionen brachliegende Ackerflächen zu Futterzwecken nutzen.

Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung wegen Extremwetterschäden in der Landwirtschaft

Die starken Niederschläge Ende Mai/Anfang Juni haben erhebliche Schäden auf den Dauergrünlandstandorten angerichtet, die zu Futterknappheit in den Betrieben geführt hat. Zur Abmilderung der Beeinträchtigung und Hilfestellung bei der Futterversorgung wurden vom Minister Dr. Wissing für die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Daun, Trier-Saarburg, Birkenfeld, Kaiserslautern, Kusel und Pirmasens, der Städte Trier, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken und den Verbandsgemeinden Mayen-Land, Kaisersesch und Ulmen folgende Ausnahmegenehmigung erteilt:
Landwirte, die im Rahmen der Beantragung von Direktzahlungen zur Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greening verpflichtet sind, dürfen ab 16. Juli in den genannten Regionen brachliegende Ackerflächen nach Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (Nutzcode 062) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken nutzen. Bei anderen Nutzungen von ökologischen Vorrangflächen erfolgen keine Änderungen. Die Nutzung ist nicht auf eigenbewirtschaftete Flächen begrenzt und ohne Antrag oder Anzeige bei der zuständigen Kreisverwaltung möglich.
„Ackerland aus der Erzeugung genommen (Nutzcode 591)“ oder „Dauergrünland aus der Erzeugung genommen (Nutzcode 592)“ zählen nicht zu den ökologischen Vorrangflächen und können jederzeit wieder in Produktion genommen werden. In diesen Fällen sollte die Nutzungsänderung der Kreisverwaltung angezeigt werden.
Für Betriebe in den genannten Regionen, die am EULLa Programmteil „Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland“ teilnehmen, wurde die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung geschaffen. In Ergänzung zu den Grundsätzen können für das Jahr 2018 Grundfuttermittel wie z. B. Heu und Silage bzw. andere Grünfutterpflanzen erworben werden. Dies kann durch Schnittnutzung oder unmittelbare Beweidung nicht zum Unternehmen gehörender Futterflächen erfolgen. In diesen Fällen ist unbedingt vorab eine Antragstellung erforderlich. Nach Erteilung einer Einzellfallgenehmigung kann die Nutzung dann sofort erfolgen.

Weitergehende Informationen können im Bedarfsfall bei der Kreisverwaltung Birkenfeld unter den Telefonnummern 06782/15812 (Peter Keller) und 15813 (Damaris Schmidt) angefordert werden; zusätzlich bei Anfragen zur Ausnahmeregelung EULLa stehen 15810 (Myriam Rieth) und 15811 (Volker Röhrig) zur Verfügung.