Erstantragsverfahren im Programm Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft - EULLa

Autor: Abt. 8
Veröffentlicht am: 26.06.2018

Das Erstantragsverfahren für EULLa wurde eröffnet. Förderanträge können bis zum 20.07.2018 gestellt werden. Antragsberechtigt sind die Bewirtschafter von landwirtschaftlichen Grundstücken.

Am 25.Juni 2018 wurde ein Erstantragsverfahren für alle Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen im Rahmen des Programms „Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft“ (EULLa) eröffnet. Förderanträge können bis zum 20. Juli 2018 (Ausschlussfrist) gestellt werden. Antragsberechtigt sind die Bewirtschafter von landwirtschaftlichen Grundstücken.


Anträge für neue Fünf-Jahresverpflichtungen mit Vertragsbeginn ab dem 1. Januar 2019 können für die folgenden Maßnahmen gestellt werden:
• Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen,
• Anlage von Gewässerrandstreifen
• Anlage von Saum- und Bandstrukturen,
• Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten über den Winter,
• Umwandlung von Acker in Grünland,
• Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland,
• Vielfältige Kulturen im Ackerbau,
• Vertragsnaturschutz Grünland,
• Vertragsnaturschutz Kennarten,
• Vertragsnaturschutz Acker,
• Vertragsnaturschutz Streuobst.
Hier nicht genannte Programmteile sind für den Kreis Birkenfeld ohne Bedeutung.


Zur Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft tragen unter anderem die landwirtschaftlichen Programmteile Anlage von Saum- und Bandstrukturen auf Ackerflächen und die Vielfältigen Kulturen im Ackerbau bei. Insbesondere bei der Anlage von Blühstreifen legen die Landwirte Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten an und leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.
Mit den Angeboten im Vertragsnaturschutz für die Produktionsbereiche Acker, Grünland, Streuobst und Weinberg wird darüber hinaus auf partnerschaftliche Umsetzung des Leitziels Naturschutz durch landwirtschaftliche Nutzung gesetzt. Dabei werden Aktivitäten von Landwirtinnen und Landwirten für den betrieblichen Naturschutz honoriert. Hierzu gehören zum Beispiel der Erhalt von artenreichen Feuchtwiesen, Magerweiden oder Halbtrockenrasen durch extensive Bewirtschaftung oder die Schaffung neuer Strukturen wie Lichtäckern, Ackerwildkrautstreifen oder Streuobstwiesen. Sie alle bieten den charakteristischen Arten unserer Agrarlandschaft wie Vögeln, Wildbienen, Käfern oder kleinen Säugetieren auf ihre Weise Nahrung, Lebensraum und Deckung. Die im Vertragsnaturschutz beantragten Flächen werden auf naturschutzfachliche Eignung geprüft. Eine positive Begutachtung ist Voraussetzung für die Förderung.

Sollten die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel überzeichnet werden, wird eine Auswahl anhand der Verfahrensregeln der Projektauswahlkriterien zu EULLa getroffen.


Über Einzelheiten zu den Programmteilen können sich Interessenten bei der Kreisverwaltung Birkenfeld unter den Telefonnummern 06782/15810 (Myriam Rieth) und 15811 (Volker Röhrig), bei Beratern und Beraterinnen der Dienstleistungszentren für den ländlichen Raum (DLR) oder den Fachberatern/innen für Naturschutz sowie auf der Internetseite www.agrarumwelt.rlp.de informieren.
Im Bedarfsfall können Antragsunterlagen bei vor genannten Ansprechpartnern der Kreisverwaltung Birkenfeld angefordert werden.