Veterinäramt warnt vor dem Auftreten der Aujeszkyschen Krankheit bei Haustieren

Veröffentlicht am: 27.11.2017

Bei zwei Jagdhunden aus dem Kreis Kusel wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Die Hunde zeigten nach Kontakt mit Wildschweinen deutliche Krankheitssymptome dieser Viruserkrankung. Für den Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich.

Hauptinfektionsquellen für Hunde und Katzen sind der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen und die Verfütterung von rohem ungekochtem Schweinefleisch. Eine Impfung der Hunde und Katzen ist nicht möglich. Das auffälligste Symptom der bei infizierten Hunden und Katzen tödlich verlaufenden Krankheit ist der intensive Juckreiz im Kopfbereich.

Das Veterinäramt empfiehlt Hunde- und Katzenhaltern deshalb, kein rohes, ungekochtes Fleisch von Wild- und Hausschweinen an ihre Tiere zu verfüttern. Jäger sollten ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

Seit Jahrzehnten sind die Hausschweinebestände in Rheinland-Pfalz frei von der Aujeszkyschen Krankheit. Ein Auftreten der Seuche in einem Bestand von Hausschweinen und auch von ebenfalls für die Seuche empfänglichen Rindern hätte erhebliche wirtschaftliche Schäden zur Folge.

Das Veterinäramt rät Schweine- und Rinderhaltern eindringlich, zum Schutz ihrer Klauentierbestände die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehören insbesondere das strikte Verbot der Verfütterung von Speiseabfällen sowie die konsequente Trennung der Tierhaltung von der Jagdausübung und der Forstwirtschaft.

Ein entsprechendes Merkblatt steht auch auf der Homepage des Landesuntersuchungsamtes www.lua.rlp.de (Service, Downloads, Tierseuchen & Tiergesundheit) zur Verfügung.