Quartett wurde mit Stein-Plakette geehrt

Veröffentlicht am: 07.11.2019

Steinplakette

Stehend von links Klaus Beck (Altbürgermeister VG Herrstein), Hans Walter Schmidt, Klaus Feis (1. Beigeordneter VG Birkenfeld), Innenminister Roger Lewentz, Friedrich Marx (Bürgermeister Idar-Oberstein), Manfred Dalheimer, Helmut Schott, Peter Simon (Kreisbeigeordneter), Christa Dalheimer (Ehefrau), sitzend Volkmar Pees. Foto: Innenministerium RLP/Thomas Frey

Mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette zeichnete der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz bei der zentralen Feierstunde für die nördliche Landeshälfte auch vier Kommunalpolitiker aus dem Kreis Birkenfeld aus: den Weidener Ortsbürgermeister Manfred Dalheimer, Volkmar Pees aus Baumholder, Hans Walter Schmidt aus Idar-Oberstein und Helmut Schott aus Birkenfeld.

Manfred Dalheimer, der 1984 als Ortsbürgermeister von Weiden die Nachfolge seines Vaters antrat und für die achte Wahlperiode bestätigt wurde, setzte in 35 Amtsjahren starke Akzente. Mit dem Bürgerhaus schuf er einen dörflichen Mittel- und Treffpunkt. Die Dorferneuerung und die Flurbereinigung gingen ebenfalls auf seine Initiative zurück. 19 Jahre war er Wehrführer, seit 30 Jahren gehört er dem Aufsichtsrat der Raiffeisen- bzw. der Volksbank an.

Volkmar Pees betätigte sich ein halbes Jahrhundert lang in der Kommunalpolitik, wobei nur seine ehrenamtlichen Tätigkeiten zählen, wie Lewentz betonte – also nicht seine 28 Jahre als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder. Schon bei seiner erstmaligen Wahl in den VG-Rat 1969 übernahm er den Fraktionsvorsitz. 30 Jahre war der bürgernahe Kommunalpolitiker Kreistagsmitglied, 21 Jahre stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender. Seit 2008 leitet er die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Birkenfeld.

Hans Walter Schmidt wirkte von 1989 bis 2019 im Idar-Obersteiner Stadtrat und in diversen Ausschüssen mit. Mit großem Sachverstand und unermüdlichem Eifer brachte sich der inzwischen pensionierte Verwaltungsbeamte in die Gremienarbeit ein. Als Vertreter des Stadtteils Oberstein setzte er sich für die Belange der Stadt und der Bevölkerung ein, bei der er sich allgemeiner Wertschätzung erfreut.

Helmut Schott prägte in Birkenfeld 45 Jahre die Stadt- und 35 Jahre die Verbandsgemeindepolitik maßgeblich mit und war in den letzten 10 Jahren Kreistagsmitglied. In der Stadt Birkenfeld engagierte er sich 10 Jahre als 1. Beigeordneter und 17 Jahre als Fraktionssprecher. Konstruktiv und zugleich kritisch begleitete er Projekt wie die Stadtsanierung, die Konversion und die Stärkung der Kreisstadt als Wirtschaftsstandort.

Insgesamt 49 Persönlichkeiten, „die Enormes geleistet und mehr als Spuren hinterlassen haben“, bat Lewentz in der Lahnsteiner Stadthalle auf die Bühne. „Unser Land braucht Menschen wie Sie“, sagte der Staatsminister und pries die Geehrten als „Vorbilder“. Dankesworte im Namen der neuen Inhaber der Freiherr-vom-Stein-Plakette sprach die ehemalige Ortsbürgermeisterin von Langenlonsheim, Marianne Müller. 

Seit 1954 verleiht das Land Rheinland-Pfalz als höchste kommunalpolitische Auszeichnung die Freiherr-vom-Stein-Plakette – seit 2001 alle drei Jahre. Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, der am 25. Oktober 1757 in Nassau an der Lahn geboren wurde, gilt als Begründer der kommunalen Selbstverwaltung.