Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung von ökologischen Vorrangflächen 2019

Autor: Abt. 8 Untere Landwirtschaftsbehörde
Veröffentlicht am: 11.07.2019

Ausnahmegenehmigungen zur Futternutzung für Landwirte ab dem 16.Juli 2019

Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung von ÖVF-Brachen

Aufgrund der starken Trockenheit und der damit verbundenen Futterknappheit hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) für das gesamte Land Rheinland-Pfalz folgendes bestimmt:

Landwirte dürfen ab 16. Juli 2019 ökologische Vorrangflächen Brachen ohne Erzeugung (ÖVF-Brachen ohne Erzeugung, Nutzcode 062) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken nutzen. Bei anderen ökologischen Vorrangflächen erfolgen keine Änderungen. Die Nutzung ist nicht auf eigenbewirtschaftete Flächen begrenzt und ohne Antrag oder Anzeige bei der zuständigen Kreisverwaltung möglich.

„Ackerland aus der Erzeugung genommen (Nutzcode 591)“ oder „Dauergrünland aus der Erzeugung genommen (Nutzcode 592)“ zählen nicht zu den ökologischen Vorrangflächen und können jederzeit wieder in Produktion genommen werden. In diesen Fällen ist die Nutzungsänderung der Kreisverwaltung vorab schriftlich anzuzeigen.

Weitere Hinweise:
• Flächen mit Zwischenfrüchten-ÖVF oder Untersaaten-ÖVF dürfen im Jahr der Antragstellung lediglich mit Schafen und Ziegen beweidet werden. *)
• Für Flächen, die für Honigpflanzen genutztes Land (Nutzcode 065,066) angemeldet wurden, ist ab dem 1. Oktober eine Beweidung mit Schafen und Ziegen zulässig. *)
• Bei Winterzwischenfrüchten als Nachbau nach Leguminosen-ÖVF ist das Beweiden mit Tieren (d.h. auch mit Rindern, Pferden etc.) im Antragsjahr zulässig. *)
• Eine Beweidung oder Schnittnutzung von Pufferstreifen, Feldrändern oder Streifen von beihilfefähigen Hektarflächen an Waldrändern (Nutzcode 054, 057, 058) ist außerhalb des Sperrzeitraus (01.04. – 30-06.) immer erlaubt.
• Bei Zwischenfrüchten, Untersaaten oder Winterzwischenfrüchten als Nachbau von Leguminosen, welche nicht als ÖVF angemeldet wurden, ist eine Beweidung oder Schnittnutzung zulässig.

*) Ausnahmeregelungen, die eine Schnittnutzung zur Futtergewinnung dieser Flächen erlauben, sind rechtlich nicht zulässig.

Spezielle Hinweise für EULLa-Teilnehmer:
• Bei Teilnahme an EULLa-Programmteil P „Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen“ und EULLa-Programmteil A „Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland“ sind bei Bezug/Verwendung betriebsfremder Grundfuttermittel spezielle Regelungen zu beachten. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an die zuständige Kreisverwaltung, Frau Rieth (06782/15-810) oder Herrn Röhrig (06782/15-811).