Abgeschlossenheitsbescheinigung nach WEG

Eine Abgeschlossenheitsbescheinigung ist in Verbindung mit dem zugehörigen Aufteilungsplan die Voraussetzung zur Bildung von Teileigentum an einem oder mehreren Gebäuden auf einem Grundstück. Sie ist nach deutschem Recht eine Bescheinigung darüber, dass eine Eigentumswohnung oder ein Teileigentum aufgrund des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) baulich hinreichend von anderen Wohnungen und Räumen abgeschlossen ist (§ 3 Abs. 2, § 7 Abs. 4 Nr. 2 WEG).

Diese Trennung erfolgt beispielsweise durch Wände und Decken, die den Anforderungen der Landesbauordnung (LBauO) an Wohnungstrennwände und Wohnungstrenndecken entsprechen. Es muss weiterhin ein eigener, abschließbarer Zugang zu jedem Teileigentum vorhanden sein.

Eine Wohnung ist die Summe der Räume, die die Haushaltsführung ermöglichen. Folglich muss stets zwingend eine Küche, Kochnische oder ein Raum mit Kochgelegenheit sowie Wasserversorgung, Ausguss und WC vorhanden sein. Zusätzliche Räume, die außerhalb des Wohnungsabschlusses liegen, jedoch verschließbar sind, können der abgeschlossenen Wohnung zugeordnet werden. Wasserversorgung, Ausguss und WC müssen innerhalb der Wohnung liegen. Nur bei gewerblich genutzten Einheiten, welche zwingend eigene WCs haben müssen, können diese außerhalb der Einheit liegen.

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird von der für die Liegenschaft zuständigen Bauaufsichtsbehörde ausgestellt. Sie ist Grundlage für die Anlage eigener Grundbuchblätter für die einzelne Eigentumswohnung.

Antragsberechtigt ist der Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte. Bei mehreren Grundstückseigentümern ist der Antrag gemeinschaftlich oder von einem gemeinschaftlichen Vertreter zu stellen.









zuständiges Amt:

Schneewiesenstraße 25, 55765 Birkenfeld






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