Gewässerentwicklung Idarbach

Veröffentlicht am: 18.11.2016

Bauabschnitt II nicht weiter umsetzbar

Im Jahr 2014 hatte die Gesamtmaßnahme zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Idarbachs durch die Kreisverwaltung Birkenfeld begonnen. Im ersten Bauabschnitt waren dazu einige Maßnahmen zwischen der Mündung und der Emil-Kirschmann-Brücke realisiert worden. Mit der Gesamtmaßnahme beabsichtigte der Nationalparklandkreis im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie die Durchgängigkeit des Idarbachs von der Ortsrandlage der Ortsgemeinde Allenbach bis hin zur Mündung in die Nahe, im Stadtteil Oberstein zukünftig wieder sicher zu stellen. Ziel war es, den Idarbach ökologisch aufzuwerten und für wandernde Fischarten wieder passierbar zu machen. Auf einer Bürgerinformationsveranstaltung im Februar 2015 hatte die Kreisverwaltung umfassend über die geplanten Maßnahmen des 2. Teilabschnitts (Bauabschnitt II) in den Stadtteilen Idar und Tiefenstein informiert. Dort hatte Bauamtsleiter Volker Hauschild betont, dass für alle Maßnahmen das Einverständnis der Anlieger notwendig sei und keine Schäden zu befürchten seien.

Im Zuge des im Genehmigungsverfahren erstellten hydraulischen Wirkungsnachweises ergaben sich aber nun teilweise erhebliche Auswirkungen der geplanten Umgestaltungsmaßnahmen auf das Hochwassergeschehen. „Danach würde sich bspw. der Hochwasserspiegel teilweise um 0,36 m erhöhen. Somit wäre die Umsetzung der Maßnahme nicht ohne erhebliche Nachteile für die betroffenen Anlieger möglich“, so Jürgen Schlöder, zuständiger Dezernent der Kreisverwaltung. „Es wurden auch alternative Möglichkeiten untersucht. Deren Realisierung wurde verworfen, da sie aus technischen und finanziellen Gründen nicht zu realisieren sind. Um die Anwohner vor Hochwasserschäden zu schützen,  die auf die  Umgestaltungsmaßnahmen zurückzuführen sind und den Landkreis vor einer Haftung zu bewahren, wurde deshalb entschieden, die Gesamtmaßnahme einzustellen. „Wir bedauern sehr, dass wir die geplante Maßnahme aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht umsetzen können und möchten die Anlieger und die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Wege informieren“, so Schlöder.