Kritische Fragen beim Nationalpark-Dialog

Veröffentlicht am: 24.09.2012

Auch in der Schwollener Vereinshalle war die Serie der Bürgerdialogveranstaltungen zum Nationalpark gut besucht. Dazu hatte die Kreisvolkshochschule die Einwohner von Hattgenstein, Oberhambach und Schwollen eingeladen.

Schwollen war der Austragungsort der letzten Nationalpark-Dialogveranstaltung in der Verbandsgemeinde Birkenfeld. Ruhig und entspannt floss das Programm zum möglichen Nationalpark im Hochwald. Mit den Bürgerforen „Wir sind im Dialog“ erhalten die Bürger der Region die Möglichkeit, sich persönlich über die unterschiedlichsten Themen zu informieren.  Am Tisch von Beatrice Lerch sprudelten die  die Ideen und Fragen zum Tourismus. Gebannt blieben einige Bürger bei ihr am Tisch hängen. Mit sehr viel Disziplin und fast schon routiniert begaben sich die Anwesenden vom einen Experten zum nächsten. So konnte auf besonderen Wunsch auch eine zusätzliche Runde ermöglicht werden.

Kritischen Fragen mussten sich die die Fachleute stellen, Farbe bekennen, wenn dies schon möglich ist. Dabei zeigten sie Verhandlungsmöglichkeiten für den weiteren Prozess und Chancen auf. Gerade bei den Regeln konnte Klaus Steinhauer auf die unterschiedlichsten Beispiele verweisen. Doch ein klares „Ja“ oder „Nein“ gab es in den seltensten Fällen. Andreas Keller hatte hier ein Ausnahmethema: die Windenergie. Wesentliche Fragen konnte er konkret und klar beantworten. Doch der Ausbau der Windräder in der  Region führte zu heftigen Diskussionen.

Neue Quellen zur Finanzierung und zur Entwicklung der Region waren die Fragestellungen bei Werner Nick. Auf neue Quellen der Umweltbildung und den Nutzen für  die Bildungseinrichtungen in der Umgebung kamen Ralf Laux und Roland Horne im Dialog mit den Bürgern. Gleich an mehreren Tischen wurde angesprochen, dass doch die Jugend die maßgeblichen Impulsgeber und Entscheider für das Projekt Nationalpark sein müsste. Schließlich sei der größte Nutzen erst in den kommenden Jahrzehnten zu erwarten. Wie stehen die Jugendlichen zur eigentlichen Motivation für einen Nationalpark,  dem Naturschutz und dem Zulassen von Wildnis?

Alle Teilnehmer wurden eingeladen, sich in den Arbeitskreisen aktiv einzubringen und den Online-Dialog zu nutzen.  Für alle Fragen zur Organisation einer solchen Veranstaltung steht für die Gemeindevertreter rund um den Hochwald Gertrud Wipfler von der Kreisvolkshochschule (Telefon 06782/15170) als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Fragen zur  Moderation und zur Bürgerbeteiligung  können an den Verein Engagierte Bürger e.V. über info@engagierte-buerger.de oder 06761/918762 gerichtet werden.

Bürgerdialog Nationalpark in Schwollen  

Auf reges Interesse stieß beim Nationalpark-Dialog in Schwollen das Thema Umweltbildung.