Hettenrodt ist zukunftsfähig

Veröffentlicht am: 06.11.2009

Mit vielen Ideen ist die neue Hettenrodter Gemeindespitze für die Zukunft gerüstet. Davon konnte sich Landrat Axel Redmer bei einem seiner Informationsbesuche überzeugen, die er insbesondere jenen Ortsbürgermeistern abstattet, die nach der jüngsten Kommunalwahl ins Amt gelangten. Jürgen Thom wurde sogar erst am 27. September – mit 90-prozentiger Zustimmung – zum „OB“ gewählt, nachdem der erste Kandidat am 7. Juni gescheitert war.

Zunächst pries der neue Gemeindechef die Leistungen seines Vorgängers Hans-Gerd Ruppenthal, der in der fünfjährigen Dienstzeit allerhand bewegt habe – ob Gestaltung des Ortsmittelpunkts, Erhalt und Sanierung des Lebensmittelladens mit Postagentur, Restaurierung des Friedhofsportals, Begrüßungsgeld für Neubürger oder Prämien für Neugeborene. Eine „wichtige Säule“ des Gemeindelebens ist nach den Worten des Dorfoberhaupts der von seinem Stellvertreter Hans-Günter Müller geleitete Verein „Pro Hettenrodt“, der sich personell und materiell stark engagiert.

Als künftige Maßnahme nannte Thom die Pflasterung des Parkplatzes am Bürgerhaus. Dabei hofft er auf die Eigenleistung der Einwohner, die bei der Errichtung des Hauses rund 11.000 Stunden unentgeltlich erbrachten. Der Turnverein will den maroden Hart- in einen Rasenplatz umwandeln und durch Aufschüttungen einen Festplatz unter anderem für den „Hexenrock“ anlegen, informierte der 2. Ortsbeigeordnete Bernhard Koch. Überhaupt binden die Vereine viele Menschen, die auswärts arbeiten, an den 700-Seelen-Ort, der einen deutlich verjüngten Gemeinderat hat, und verhindern eine Abwanderung, ergänzte Thom. „Wir haben ein hohes Interesse daran, dass die Identifikation mit dem eigenen Dorf erhalten bleibt, damit wir keine reinen Schlaforte bekommen“, erwiderte Redmer. Mit dem Führungstrio erörterte er auch Möglichkeiten wie einen Jazzfrühschoppen, um das Tafelfest, das sich auf dem absteigenden Ast befindet, wieder attraktiver zu machen. „Wichtig ist, sich eine feste Szene heranzubilden“, sagte der Landrat. Außerdem schweben dem Leitungsteam die Ausweisung von Gewerbeflächen und eine Belebung des Bürgerhauses durch Catering vor. Skeptisch beurteilte der Landrat die Überlegung, dieses Haus für Schulungen auszustatten: „Dafür fehlt der Markt.“
Hettenrodt Informationsbesuch 2009
Landrat Axel Redmer (links) informierte sich über die Ortsgemeinde Hettenrodt bei Ortsbürgermeister Jürgen Thom (2. v.li.) und den Beigeordneten Bernhard Koch und Hans-Günter Müller