Frühzeitiges Engagement zahlt sich aus -

Veröffentlicht am: 21.02.2008

Landrat Redmer, die Bürgermeister Pees und Lang informierten sich bei „Strumm „

„Wir brauchen die Zuarbeit der Betroffenen. Nur dann können wir uns gegen diejenigen wehren, die sinnvolle Strukturen zerstören wollen", nannte Landrat Axel Redmer einen Grund für die regelmäßigen Besuche bei Unternehmen im Kreisgebiet. Gemeinsam mit Bürgermeister Volkmar Pees, Stadtbürgermeister Peter Lang sowie den Stadtbeigeordneten Michael Röhrig und Klaus Rech informierte er sich über die Entwicklung der Willi Strumm GmbH in Baumholder.

„In der Abfallwirtschaft ist die Verbindung zum Landkreis von besonderer Bedeutung", unterstrich Dr. Frank Osenbrück, Geschäftsführer des Entsorgungsfachbetriebes, seinerseits die Notwendigkeit des gegenseitigen Austausches. Nur so sei es möglich, die Abfallwirtschaftkonzepte umzusetzen, woraus immerhin jährlich rund 300.000 Euro Gewerbesteuer in die Kassen der Verbandsgemeinde gezahlt würden.

105 Mitarbeiter seien in zwei Firmen, in den Bereichen Abfallentsorgung und der Kunststoffproduktion an den Standorten Baumholder und Reichenbach beschäftigt. 32 Fahrzeuge setze das Unternehmen für die Entsorgung im Kreis Birkenfeld ein.

Als Problem in der Abfallentsorgung bezeichnete Dr. Osenbrück den „ruinösen Verdrängungswettbewerb der Großkonzerne gegenüber dem Mittelstand". Dies treffe insbesondere auf die Machtkämpfe beim Aufbau der Dualen Systeme und beim Kampf um Marktanteile zur Umsetzung der Verpackungsverordnung zu. Positiv bewertete er die Aktivitäten der Geo-Recycling GmbH, dem zweiten Standbein des Unternehmens. Hier könne über die Abfallentsorgung, Stoffkreisläufe geschlossen werden und Wertstoffe in den Produktionsbereich eingebracht werden. Die Nachfrage nach den Dachbelägen und der Einsatz der Begrenzungselemente für Kartbahnen sei der beste Beweis dafür, dass man hier auf dem richtigen Wege sei.

Der Dachbelag aus einem Kunststoffgemisch und Kaolin sei intensiven UV-Tests in Australien unterzogen worden, weil dort die Strahlung am intensivsten sei. Mittlerweile habe der Werkstoff in allen Tests beste Ergebnisse erzielt und werde erfolgreich vermarktet. Bürgermeister Pees ergänzte, dass die Firma Strumm Vorreiter im Recycling gewesen sei - und das in einer Zeit, als dieser Bereich noch von vielen belächelt wurde. Diese frühzeitige Erfahrung zahle sich jetzt aus. „Gemeinsam kommen wir in kleinen Schritten voran", wies der Firmenchef auf die Unterstützung verschiedener Betriebe in der Region hin, die das Projekt mit ihren Restkunststoffen unterstüzen.

„Unser Interesse besteht darin, dass die heimischen Unternehmen gestärkt werden. Dabei nehmen wir auch langsameres Wachstum hin, wenn es robust und dauerhaft ist", stimmte Landrat Redmer der Unternehmens-Philosophie zu.
Strumm, Baumholder 2008
Über die Entwicklung der Willi Strumm GmbH in Baumholder informierte sich Landrat Axel Redmer (3.v.li.) gemeinsam mit Bürgermeister Volkmar Pees (2.v.re.), Stadtbürgermeister Peter Lang (2.v.li.), den Stadtbeigeordneten Michael Röhrig (3.v.re.) und Klaus Rech (links) sowie dem Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung, Michael Dietz (rechts), im Gespräch mit Geschäftsführer Dr. Frank Osenbrück (Mitte).