Das Radwegenetz weiter verbessern -

Veröffentlicht am: 15.02.2008

Landrat Redmer: Flächendeckendes Konzept entwickeln und großräumig eingliedern

„In der Region steckt großes Potenzial. Der Kreis Birkenfeld ist gut ausgestattet, um für den Radtourismus zu werben", findet Jupp Trauth von „Hunsrückvelo Radreisen" der als überregional anerkannter Fachmann die für das Radfahren geeigneten Wege und Straßen im Kreis Birkenfeld befahren hatte. Gemeinsam mit seiner Kollegin Sabine Pilger stellte er seine Unersuchungsergebnisse Vertretern der Verbandsgemeinden im Kreis, der Stadt Idar-Oberstein und der Naheland Touristik vor.

„Wir wollen ein flächendeckendes Radwegenetz im Kreis entwickeln, das in das großräumige Radwegenetz des Landes Rheinland-Pfalz eingegliedert werden kann", umschrieb Landrat Axel Redmer das langfristige Ziel der Planungen an der oberen Nahe.

Die lückenlose Ausschilderung nannte Trauth als eine zwingende Voraussetzung für ein funktionierendes Radewegenetz. Der Naheradweg sei bereits weitgehend mit Wegweisern versehen. Erheblichen Planungsbedarf gebe es noch auf den Nord-Süd-Strecken. Der Experte betonte die wichtige Funktion der Verbandsgemeinden und der Stadt Idar-Oberstein in der Gesamtplanung. So müsse zum Beispiel Baumholder als Drehscheibe nach Kusel und ins Saarland viel besser dargestellt werden.
In der Verbandsgemeinde Birkenfeld hält Trauth eine Anbindung an den Erbeskopf für sinnvoll. Erheblichen Erschließungsbedarf sieht der Experte in den Verbandsgemeinden Herrstein und Rhaunen. Hier müsse vor allem die Erschließungsfunktion von Hoch- und Idarwald besser ausgedrückt werden. Der Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg und der Saar-Hunsrück-Radweg seien die großen Sorgenkinder in der Region.

„Am Naheradweg ist bereits einiges vorhanden", erklärte Jupp Trauth. Im Bereich Idar-Oberstein gebe es aber noch viel zu tun, wies er auf die provisorische Streckenführung hin. „Jede Verbesserung in der Tallage ist ein Gewinn", war er sich mit Landrat Redmer einig, der von den geplanten Verbesserungen im Bereich Kammerwoog berichtete. Ein Architekturbüro sei bereits damit beauftragt, Möglichkeiten für das Radeln am Fluss auszuloten.

Chancen sieht Trauth in der verstärkten Nachfrage nach Naturaktiv-Routen. Diese Strecken, die nicht asphaltiert sein müssen, könnten dazu dienen, Lücken dort zu schließen, wo normalerweise nie ein Radweg gebaut würde.
Radwegkonzept Jupp Trauth
Die Ergebnisse seiner Untersuchungen zur Entwicklung eines flächendeckenden Radwegenetzes im Kreis Birkenfeld stellte Jupp Trauth im Festsaal der Kreisverwaltung vor.