Chancen und Entwicklung der Bikeregion

Veröffentlicht am: 27.05.2019

MTB-Forum Rhaunen 20052019

von links: Wirtschaftsförderer Michael Dietz mit Tilmann Sobek und Nico Graaff.

Die Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald soll sich zu einer Premium-Bikeregion entwickeln. Schließlich sei man bereits eine Premium-Wanderregion, stellte Georg Dräger, Beauftragter der VG Rhaunen, in seinen Begrüßungsworten fest. Der Regionalentwicklungsverein Hunsrück-Hochwald hatte zu einem Vortrag des Mountainbike Tourismusforum Deutschland in die Idarwaldhalle nach Rhaunen eingeladen. Die Referenten Tilman Sobek und Nico Graaff zeigten in ihren Vorträgen die rasante Entwicklung des Radtourismus auf und boten einen guten Überblick über das Thema „Biken“ in all seinen Facetten, mit Fokus auf den Mountainbike-Sport und die damit verbunden touristische Entwicklung der Region.

Denn der klassische Drahtesel hat sich zwischenzeitlich zu einem Hightech-Produkt entwickelt, mit dem auch der Ungeübte problemlos Tagestouren in Mittelgebirgsregionen absolvieren kann. So haben sich bereits in der Region Hunsrück-Hochwald zahlreiche Projekte wie der Bikepark Nahetal in Nahbollenbach, Trailpark Erbeskopf, Trail der Radpiraten im Zauberwald bei Hattgenstein und verschiedene ausgewiesene MTB-Routen etabliert. Veranstaltungen wie der Erbeskopfmarathon, die CTF-Veranstaltung des RSC Blitz und der Radpiraten des TV Birkenfeld erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. 

Dies hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass im vergangenen Jahr die „Audi Nines“ als die internationale Top-Veranstaltung in die Region geholt werden konnte. Ein Angebot wie der in der Bebauungsplanphase befindliche Bikepark Idarkopf sei dabei ein besonderes Produkt, mit dem für die Region geworben werden könne. Aktuell kommen die RadLust-Schleifen in der VG Birkenfeld hinzu, die mit einem Gesamtkonzept gezielt die Normalradfahrer ansprechen und mit dem Gedanken des nachhaltigen, klimabewussten Naturerlebnisses arbeiten. 

Sobek und Graaff ermutigten die Anwesenden das bereits Begonnene fortzuführen. Deutlich machten sie auch, dass man nicht zwingend neue Strecken aus dem Boden stampfen muss, sondern bereits vorhandene und alte Wege aufwerten und in Wert setzen kann. Als Beispiel nannten Sobek und Graaff die Entwicklung des Trends der Gravel-Bikes, bei denen mit speziellen Rennrädern auch für Mountainbiker eigentlich uninteressante Waldwege befahren werden. In der sich anschließenden Fragerunde der sehr gut besuchten Veranstaltung kam es zu einem regen Austausch mit den Gästen, unter denen sich viele aktive Radsportler befanden. Wirtschaftsförderer Michael Dietz kündigte an, weitere Themenveranstaltungen rund um die Entwicklung der Bikeregion in der nächsten Zeit anzubieten. Landrat Matthias Schneider sieht das Ganze zudem als Faktor im Bereich der Fachkräftesicherung.

Sehr erfreut zeigten sich Schneider und Dietz, dass es im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung „Audi Nines“ einen Publikumstag geben soll.